Solingen, 30.01.09: Er habe in seinem einwöchigen Praktikum bei Walbusch in drei Unternehmensbereiche hineinschnuppern können, berichtet David Grüter in einem rückblickenden Gespräch innerhalb seines Wirtschaftskurses für Achtklässler am Gymnasium Schwertstraße.
David ist der Stadtsieger des Schülerquizes „WWW – Wirtschaftswissen im Wettbewerb“, das die Wirtschaftsjunioren unter den 8. und 9. Klassen aller Solinger Schulen durchgeführt haben. Zu gewinnen gab es das so genannte Chefsesselpraktikum in dem Solinger Unternehmen.
„Es war viel interessanter, die Arbeit der einzelnen Abteilungen kennen zu lernen, als nur der Schatten des Chefs zu sein“, erzählt David weiter. So sei er zwei Tage im Kundenservice gewesen, habe mit der Auftragserfassungssoftware gearbeitet und hätte Kundentelefonaten gelauscht. „Ganz interessant war auch, eine Mitarbeiterversammlung mitzuerleben. Von jetzt auf gleich waren alle Telefone still und die Leute saßen im Kreis zusammen, um über organisatorische Dinge zu sprechen, während die Kundenanrufe ins Call Center umgeleitet wurden.“
Der dritte Tag wurde in der EDV-Abteilung absolviert. Besonders habe David der Server imponiert, „das ist ein ganzer Raum, also wahnsinnig groß“. Und nachdem er die anfängliche Nervosität abgelegt hatte, konnte David die beiden letzten Tage im Unternehmensbereich E-Commerce so richtig genießen, die dortige Arbeitsweise kennen lernen und virtuell schon einmal einen Anzug schneidern.
„Obwohl ich noch nicht weiß, was ich einmal werden will, fand ich das Praktikum sehr interessant und wichtig für mich.“ Der 14-Jährige, der sich bereits sehr für wirtschaftliche Belange interessiert und regelmäßig Zeitung liest, habe das Praktikum wirklich verdient, meinen seine Mitschüler. „Wer als Achtklässler im Unterricht die derzeitige Finanzkrise so klar verständlich erklären kann wie David, der ist ein echtes Wirtschaftstalent“, urteilt Kursleiter und Studien- und Berufswahlkoordinator Jan Schütte.
Doch solche Talente seien keineswegs Voraussetzung für ein betriebliches Praktikum, unterstreichen die Wirtschaftsjunioren. Es ginge in diesem Alter vielmehr darum, die jungen Leute kennen zu lernen, für unternehmerische Fragen zu interessieren und erste Kontakte zu knüpfen. „Dazu braucht es kein Vorwissen, sondern nur einen ernsten Willen und Interesse“, so Katrin Busch. „Für Schüler sind die Praktika wichtig, weil sie so ausprobieren können, welche Tätigkeiten ihnen liegen und was ihnen am meisten Spaß macht.“ Und nicht zuletzt steigere der Praktikumsnachweis in der Bewerbungsmappe die Chance, zum Gespräch eingeladen zu werden.
David Grüter beantwortete den Multiple-Choice-Test mit 30 Fragen rund um die Themen Ausbildung, Existenzgründung, Wirtschaft, Politik, Informationstechnologie, Gesellschaft, Soziales und Internationales als einziger Solinger Schüler fehlerfrei. Er hat damit auch die Möglichkeit, beim Bundes-Endausscheid im Februar 2009 in Kassel dabei zu sein und um den Titel des Bundessiegers zu ringen. Seit 15 Jahren wird dieser bundesweite Wettbewerb von den Wirtschaftsjunioren Deutschland mit vielseitigem Rahmenprogramm organisiert.
Ansprechpartner für redaktionelle Rückfragen:
Katrin Busch, JOKER! Agentur für Kommunikation, Altenhofer Str. 167, 42719 Solingen Telefon: 0212 / 22 18 555, Fax: 0212 / 38 38 842, katrin.busch@agentur-joker.de